07.08.2017: FSB veröffentlicht Bericht über die Auswirkungen von FinTechs.

Dominosteine

Welche Auswirkungen haben FinTechs durch ihre Tätigkeiten auf die Finanzstabilität? Dieser Frage ist der Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board, FSB) nachgegangen und veröffentlichte am 27. Juni 2017 nach einjähriger Untersuchung einen Bericht dazu. Mit der Untersuchung verfolgt der FSB das Ziel, wesentliche aufsichtsrechtliche Themen zu identifizieren, die die Aufsichtsbörden in Zukunft bei Ihren Überwachungsaufgaben beachten sollen.

Grundsätzlich kommt der FSB in seinem Bericht zu dem Ergebnis, dass FinTechs keine zwingenden Risiken für die Finanzstabilität auslösen. Allerdings benennt der FSB zehn Themenfelder, in denen Handlungsbedarf seitens des Regulators besteht oder zukünftig bestehen wird. Von diesen 10 Themenfeldern werden die folgenden drei Themen für die internationale Zusammenarbeit priorisiert:

  • Notwendigkeit, operationelle Risiken durch Drittanbieter zu regeln,
  • Minderung von Cyberrisiken,
  • Überwachung makrofinanzieller Risiken, die sich ergeben, wenn FinTech-Aktivitäten zunehmen.

 Die weiteren Themenfelder, die die Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden verdienen, sind:

  • Grenzüberschreitende rechtliche Fragen und Regelungen
  • Steuerungs- und Offenlegungsrahmen für die Analyse großer Datenmengen
  • Bewertung des regulatorischen Umfangs und regelmäßige Aktualisierung
  • Gemeinsames Lernen mit einer Vielzahl von Parteien aus dem privaten Sektor
  • Weiterentwicklung der offenen Kommunikationswege über die zuständigen Behörden hinweg
  • Aufbau von Personalkapazitäten in den neuen Bereichen mit dem benötigten Fachwissen
  • Untersuchung alternativer Konfigurationen von digitalen Währungen

Zu den potenziellen Risiken zählen sowohl institutionsspezifische als auch systemweite Risiken, wie z.B. erhöhte Vernetzungs- und Korrelationsrisken. Dagegen kommt der FSB auch zu dem Schluss, dass die Aktivitäten der FinTechs auch potenzielle Chancen bieten. Als Vorteile werden die Dezentralisierung, der verstärkte Vertrieb durch Nicht-Finanzunternehmen, mehr Effizienz, Transparenz, Wettbewerb und Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems, eine größere finanzielle Inklusion und Wirtschaftswachstum aufgezählt.

Schließlich wurde im Bericht festgestellt, dass die öffentlichen und privaten Sektoren ihre Daten über FinTech-Applikationen verbessern müssten. Zudem wird die Notwendigkeit unterstrichen, dass Aufsichtsbehörden zu verstehen haben, wie sich Unternehmen und Marktstruktur verändern. Insbesondere sollten internationale Gremien und nationale Aufsichtsbehörden die FinTechs in ihren Risikobewertungen und in ihrem Regulierungsrahmen berücksichtigen.

impavidi unterstützt FinTechs bei der adäquaten Umsetzung der regulatorischen Anforderungen. Wir sorgen dafür, dass Ihr Unternehmen nicht ihren Wettbewerbsvorteil verliert.

 

Quelle: BaFin und FSB


 

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