14.06.2017: Wie gestalten wir die Zukunft? Digital Banking Conference 2017

Konferenzen

Am 01. und 02. Juni 2017 fand in Berlin zum 2. Mal die Digital Banking Conference statt und impavidi war dabei. Es wurde der Finanzbranche die Gelegenheit gegeben, über drängende Fragen zur Digitalisierung übergreifend und interdisziplinär zu diskutieren, zu „networken“ und sich während der exzellent besetzten Vorträge und Podiumsdiskussionen inspirieren zu lassen. Mehr als 600 Teilnehmer lauschten den über 30 Speakern, die über Politik, Bankenlandschaft, FinTech- und IT-Unternehmen referierten, in Panels über Regulierungs- und Datenschutzfragen diskutierten und Visionen für Innovationen und neue Geschäftsmodelle skizzierten. Als besonderer Service wurde in diesem Jahr die Konferenz als Livestream im Internet übertragen.

01. Juni 2017 – die Konferenz beginnt.

Am 01. Juni 2017, am Vorabend des eigentlichen Hauptevents, wurde die Konferenz durch ein Grußwort von Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer der Bitkom e.V., eröffnet. Dieter Loewe von NTT DATA Deutschland und Alexander Radwan vom Finanzausschuss wagten in ihren Beiträgen einen Blick in die Zukunft der Finanzindustrie im Rahmen des Wandels der Bankenlandschaft durch die digitale Transformation. Im ersten Panel der Konferenz wurden in diesem Kontext vor allem die Herausforderungen an den Datenschutz erörtert. Das abschließende Get-Together bot eine hervorragende Gelegenheit, alte Kontakte wieder aufleben zu lassen und neue zu knüpfen.

Digital Banking Conference 2017 - Networking
Digital Banking Conference 2017 - Networking/ © bitkom

Session I: Treiber der Digitalisierung

Im ersten Vortrag der eigentlichen Konferenz am 02. Juni 2017 referierte Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz, über den Verbraucherschutz bei der digitalen Finanzproduktion. Er erörterte Fragen über den Nutzen der digitalen Transformation und reflektierte über Größen und Grenzen bei der Mitbestimmung durch den Kunden. Dr. Matthias Terlau sprach über den Kampf um die Regulierung im Zeitalter des digitalen Wandels, hierbei vor allem über ungeklärte Sicherheitsaspekte. Diesen Sicherheitsfragen schloss sich das erste Panel an, dass mit der These „Europäische Regulierung – Treiber der Digitalisierung“ die bereits angeschnittenen Themen vertiefte. Ein Fazit: Die Rolle des Kunden wandelt sich im Zuge der Digitalisierung gleichwohl erheblich – dank der Möglichkeiten, sich über die digitalen Plattformen zu artikulieren. Dieser Aspekt stellt die Banken künftig vor ganz neue Herausforderungen im Umgang mit dem Kunden.

Digital Banking Conference 2017 - Gerd Billen
Digital Banking Conference 2017 - Grußwort von Gerd Billen (Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz) / © bitkom

Session II: Zukunft des Zahlungsverkehrs

In die zweite Session des Tages stieg Nils Jung, Managing Partner von Innopay Deutschland, mit einer Analyse der künftigen Kommunikation mit dem Kunden ein: Er entwarf Möglichkeiten des künftigen Verhaltens des Kunden bei der Kommunikation mit der Bank und Anforderungen an die Kommunikationskanäle und ‑dienste, die die Banken künftig bereitstellen müssen. Dr. Jürgen Wolf stellte anschließend sein Startup vor, dass innovative Konzepte wie „Seamless Payment“ und „Car to Go“ entwickelte, und berichtete in diesem Zusammenhang über die Hürden bei der Umsetzung. Im Anschluss untersuchte Christian Fink von NTT DATA Deutschland synergetische Geschäftsmodell-Netzwerke im Zahlungsverkehr und unterstrich hierbei die Treiber für Innovationen. Er erläuterte, wie diese Konzepte anderswo in der Welt bereits praktisch umgesetzt werden.

Session III: Technische Innovationen

Digital Banking Conference 2017 - Abschluss
Digital Banking Conference 2017 - Abschluss: Was kommt? Was bleibt? / © bitkom

Die Beiträge in der dritten und letzten Session brachten trotz der vorgerückten Stunde dank kurzweiliger, frischer Präsentationen die wichtigsten bisher dargelegten und diskutierten Aspekte der Konferenz auf den Punkt: Jean-Henrik Zitterbart von IBM stellte aus Sicht der IT-Industrie die Frage in den Raum: „What Will You Do to Become an Innovative Bank?“ und skizzierte entsprechende Anforderungen. York Weyers von Axway wagte einen Blick aus der Perspektive des Kunden auf die Prozesse der digitalen Transformation und lieferte auf Basis interessanter Statistiken und interdisziplinärer Betrachtungen Belege für ungeahnte und bisher noch ungenutzte Potenziale, aber auch Chancen an Bank und Kunden gleichermaßen: Die Gestaltung und Organisation der Bank der Zukunft als Erlebnis – mit einem erheblichen Mehrwert für beide Seiten. Google als einer der größten Innovatoren im IT-Bereich der letzten Jahre fehlte auch hier nicht: Thorsten Hermes, Retail Markets Google Deutschland, bereitete mit seinen praktischen Betrachtungen, kühnen Thesen und ungeschminkten Botschaften von der Industrie an die Banken den Boden für das abschließende Panel, welches unter dem Thema „Was kommt, was bleibt? Technische Innovationen verändern die Bankenlandschaft“ einen würdigen Schlusspunkt setzte.

Als Schlusspunkt: Botschaften, Missionen und Visionen

Noch weiß keiner genau – weder bei der Industrie noch bei den Banken – wohin die Reise entlang der digitalen Transformation geht. Wichtig ist hierbei vor allem zu wagen, den berühmten Schritt zurückzutreten und das „Big Picture“ zu betrachten. Thorsten Hermes formulierte ferner ganz deutlich die Botschaft in Bezug auf die zaghaften Herangehensweisen innerhalb der Banken-Branche: „Stop thinking! Jetzt mal endlich machen!“ Er sprach ferner von den „Leuchttürmen und heiligen Kühen“ („Was kommt? Was bleibt?“) beim Weg in Richtung Digitalisierung: Also von grundlegend neuen Dingen, die den Weg in die Zukunft leuchten, aber auch von enorm wichtigen, klassischen Aspekten, die beim revolutionären Umbruch nicht auf der Strecke bleiben dürfen: So ist und bleibt in Zukunft z. B. die Risikominimierung eine der wichtigsten Aufgaben der Banken im Dienste des Kunden.

Alles in allem stehen die an dieser Reise Beteiligten vor großen Herausforderungen. Vor allem für die Bankenlandschaft steht damit eine Art Terraforming an: Das klassische Bankgeschäft wird auf Online-Prozesse abgebildet. Der Besuch einer Filiale wird zu einem Erlebnis für den Kunden werden. Dies bedeutet ein erhebliches Potenzial für die Schaffung eines neuartigen Mehrwerts für die Banken und den Kunden, das erkannt und genutzt werden will. Hierzu ist es notwendig, neue, breit gefächerte Kommunikationskanäle zu etablieren, die verständlich, sicher und attraktiv gestaltet werden müssen.

Mit unserer klassischen Expertise – mit dem Fokus auf das Risikomanagement – und unserer interdisziplinären Kompetenzen ist impavidi bestens gerüstet, die Banken auf der Autobahn in Richtung der digitalen Transformation zu begleiten. Impavidi wird:

  • bei scheinbar unwegsamen Gelände Brücken bauen,
  • die „heiligen Kühe“ weiterhin kompetent pflegen und
  • mit unserem Ansatz, stets das ganze Bild zu betrachten, die Leuchttürme am Horizont erkennen helfen.

Weg zur digitalen Transformation
Auf dem Weg der digitalen Transformation, gesäumt von „heiligen Kühen“ und „Leuchttürmen“ (nach Thorsten Hermes), baut impavidi Brücken. / © impavidi GmbH

 


 

Bildquellen: bitkom „Digital Banking Conference“ (Juni 2017): https://banking-conference.de/


 

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